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Praxis für Akupunktur und Tiertherapie

Nervensystem als Ausgangspunkt: Die Begegnung mit dir selbst

Nervensystem als Ausgangspunkt: Die Begegnung mit dir selbst
Nervensystem als Ausgangspunkt: Die Begegnung mit dir selbst

Wir wissen heute so viel über Stress, das Nervensystem, über Selbstfürsorge, Gelassenheit und Co. Das ist ein richtig guter Anfang. Wir können verstehen, warum wir reagieren, wie wir reagieren.

Der Verstand ist schnell: ordnet, beurteilt, strukturiert. Und dann gibt es da noch die langsameren Seiten in uns, die auf die Schnelle nicht mitkommen. Die Zeit und einen liebevollen Raum brauchen, um aufzutauchen.

Und plötzlich findet sie statt: Die Begegnung mit dir selbst. Mit diesem Teil in dir, der Freude und Lebendigkeit ist. Manchmal leise und flüchtig.

Wenn das Leuchten aufscheint

Wir können es an der Mimik, der Körperhaltung, dem Klang der Stimme erkennen. Den Moment, wenn Menschen diesen inneren Zustand erleben. Manchmal ist es ein zartes, scheues Lächeln, dann wieder ein Strahlen der Augen, das verdeutlicht – ah jetzt, da scheint etwas auf, das vorher verdeckt war.

In meiner Praxis sind das mit die schönsten Momente. Wenn durch die Verlangsamung, den gehaltenen Raum etwas entstehen kann, das sofort in der Atmosphäre spürbar ist. Manchmal taucht es tatsächlich auch dann auf, wenn Schweres, Trauriges oder sogar Entsetzliches davor sicht- und aushaltbar werden durfte.

Was oft zuerst Raum braucht

Ja, und meistens geht so einem zarten Moment ganz viel Beschwerliches und oft auch Selbstabwertung voraus: Ich müsste doch längst! Weshalb nun schon wieder! Könnte ich nicht mal darüber hinweg gehen! Oder noch deutlicher: Was bin ich blöd! So dumm von mir! Oder ganz fein: Ich bin ja selbst schuld.

Selbstgesteuerte Neuroplastizität

In diesem Kontext kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen: Die selbstgesteuerte Neuroplastizität. Dieses sperrige Wort, das in mir sofort etwas bewegte, mich wach und neugierig machte.

Im Kern geht es darum, tief verankerte und im Körper eingeschriebene Muster allmählich verändern zu können, auf Situationen freier zu reagieren und aus einzelnen Momenten – wie oben beschrieben – mit der Zeit stabilere Zustände hervorzurufen. In diesem Artikel habe ich eine kurze, einfache Anleitung dazu geschrieben: 5 Sekunden für die Ewigkeit.

Was hier ziemlich banal klingt, ist im wahren Erleben und Gestalten natürlich viel komplexer. Es ist eine eigentliche Kunst, inmitten des Alltags inne zu halten und mitzubekommen, was innerlich gerade vor sich geht. Wann wir uns subtil selber abwerten oder wann es für einen kurzen, klaren Moment leichter wird.

Wo bleibt denn hier das Nervensystem?

Humorvoll und gleichzeitig voller ernsthafter Wahrhaftigkeit gesagt: Überall! Wovon ich hier geschrieben habe, ist alles Arbeit am Nervensystem.

Unser Nervensystem ist immer mit dabei.

Es hat sich im Speziellen in früheren Zeiten, in der Kindheit zu dem entwickelt, was es oft heute noch ist: Ein subtil regulierendes System, das im besten Fall flexibel ist. Im schlechteren Fall auf Reize immer wieder in derselben Art reagiert.

Wir können das nicht ein- oder ausschalten. Es ist eine biologische Funktion, die wir kennen und verstehen können.

Aber – und das versuche ich hier aufzuzeigen: Das Nervensystem reagiert auch auf unser Leben und neue Erfahrungen ermöglichen neue Reaktionen.

Jenseits von Richtig und Falsch

Es gibt diese sehr bekannte, mystisch ausgedrückte Zeile. Die Zeile nimmt den weichen Kontext auf, wenn die inneren Abwertungen ausbleiben dürfen.

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

Diese Worte haben Veränderungen und Übersetzungen erlebt und werden im Kontext von Rumi und Coleman Barks beschrieben.

Mit diesem fast etwas spirituellen Aspekt können wir uns jetzt dahin wenden, welchen Rahmen und welche Bedingungen wir brauchen. Und damit kommen wir gleichzeitig zu einer nicht ganz so prickelnden Nachricht: Diese Prozesse brauchen Zeit, Wiederholung und Pflege.

Der Weg trägt schon

Ich kann dir leider keinen kurzen Quicktipp geben, keine 5-Punkte-Anleitung und keine Instagram-Botschaft à la: „Ich-habe-das geschafft; dann-kannst-du-das-auch“.

Und trotzdem kann es einen beglückenden und befriedigenden Weg geben. Schritt für Schritt. Und wir müssen nicht zuerst irgendwo ankommen, wo dann das verheissene Land auf uns wartet.

Wir können die Spur zu uns immer wieder aufnehmen, uns verlaufen und selbst auf dem Umweg etwas Hoffnungsvollem begegnen.

Mein Kursrahmen für dich

Meinen Kurs Verbunden. Echt. Gelassen. habe ich aus der Motivation heraus entwickelt, einen liebevollen und gleichzeitig präzisen Ort zu kreieren, in dem du dich entspannt aufhalten und mit dir selbst in Berührung kommen kannst.

Er beinhaltet Grundlagenwissen dafür, und dann, in deinem Tempo die Pflege deiner inneren Landschaft und deine persönlichen Spuren darin. Und wie immer in meinen Kursen mitten im Alltag – eine tägliche oder anders regelmässige kleine Oase. 5 Wochen Fokus auf dem Weg zu dir.

Zur Stärkung, Klärung und Verbundenheit mit den anderen Teilnehmer*innen bekommst du nebst Impulsen zum Selbstentdecken die Möglichkeit zu zwei gemeinsamen Webinaren. Du erhältst Zugang zur Kursplattform für digitale Austauschmöglichkeiten mit allen und zusätzlich mit mir kannst du über den gesamten Kurszeitraum per Mail in Kontakt sein.

Ich freue mich über jeden Kommentar. Vielleicht hast du eigene Erfahrungen, die du gerne teilst. Sind Fragen in dir aufgestiegen? Hat dich etwas bewegt?

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