Das Jahr des Feuerpferdes trägt einen besonderen Ruf. Es gilt als kraftvoll und intensiv, meist feurig und manchmal unberechenbar. Die energetische Qualität an sich ist in meinen Augen wertneutral. Entscheidend ist unser geschickter Umgang damit.
In der traditionell chinesischen Medizin wird mit dem System von Himmelstamm und Erdzweigen gearbeitet – es macht energetische Bewegungen sichtbar.
Bist du also 1966 geboren, entspricht die diesjährige Energie deiner Geburtskonstellation und du spürst vielleicht eine besondere Affinität für die Zeitqualität. Das Feuerpferd taucht dabei wie jede andere Konstellation alle 60 Jahre in gleicher Art wieder auf. Der bildhafte Unterschied zum Holz-Schlangenjahr 2025 ist spürbar.
Das Pferd in seiner natürlichen Bewegung
Vielleicht magst du kurz die Augen schließen und ein inneres Bild auftauchen lassen. Was siehst du?
Ein Pferd kann eine hohe Anmut ausdrücken: der wohlproportionierte Körper, der geschmeidige Schritt, der rhythmische Galopp.
In freier Wildbahn geht das Pferd beim Fressen im langsamen Schritt, danach döst es vor sich hin. Was uns meistens beeindruckt, ist der Galopp. Stell dir vor, eine Herde kommt über den Hügel gerast, die Hufe klappern, der Boden bebt, die Kraft ist körperlich spürbar. Doch dieser Galopp ist eher die Ausnahme.
Wenn das Feuer das Pferd entfacht
Was geschieht, wenn zum Pferd das Feuer kommt?
Feuer kann unterschiedliche Ausdrucksformen haben: Die kleine, stetige Flamme im Herd. Das lodernde Feuer, wild und überschäumend. Oder das erstickende Feuer, wenn nicht genügend Sauerstoff dazu kommt.
Je nachdem, welches Feuer das Pferd erreicht, verändert sich die Bewegung. Die kleine Flamme kann das Pferd in sanfte Bewegung bringen – aufmerksam, wach, bereit und immer noch entspannt.
Das lodernde Feuer lässt es galoppieren, aufgescheucht, explosiv, manchmal als Freudengalopp bekannt, manchmal in gefährlicher Überreaktion.
Das Feuerpferd in uns wird aktiv
Auf verschiedenen Ebenen kann uns diese Zeitqualität beeinflussen – im Körper und in der Psyche. Wir sind ihr nicht ausgeliefert.
Vielmehr gibt sie uns Zugang zu bestimmten Energien und Themen, die wir bewusst nutzen können.
Herausforderungen, die in den Vordergrund treten können:
- Entzündungen aller Art können sich leichter ausbreiten, das Feuer nimmt überhand
- Innere Unruhe, ein Gefühl nicht stoppen zu können, etwas wird im Übermass befeuert
- Stress als Daueraktivierung
- Mentale Erschöpfung, wenn das Feuer auszugehen droht
Chancen, die wir nutzen können:
- Unsere Begeisterung für Wesentliches kann wachsen
- Wir bekommen die Kraft, Dinge umzusetzen
- Wir verbünden uns – lassen uns von „der Herde“ tragen und beschützen
- Wir sorgen für ausreichend „Sauerstoff“ und Brennmaterial in unserem Leben, damit das Feuer weiter brennt

Anmut statt Aufregung – Hexagramm 22
Das Feuerpferd-Jahr wird oft als besonders intensiv, manchmal sogar dramatisch beschrieben. Doch es gibt auch eine andere Perspektive.
Das Jahr 2026 wird auch dem Hexagramm 22 zugeordnet – dem Zeichen der Anmut. Ein Artikel von Frank Ranz, Qigong & Taiji, hat mich sehr berührt. Er spricht von der Anmut der Klarheit in der Präsenz.
Anmut entsteht nicht durch wilde Energie, sondern durch klaren, authentischen Ausdruck und strahlt von Innen nach Aussen. Vielleicht kann die Frage des Feuerpferdes in diese Richtung gehen: Wie ebnen wir unserem inneren Kern den Weg in den Alltag hinein.
Durch intensive Zeiten mit Akupunktur und Naturheilkunde
Im Feuerpferd-Jahr zeigt sich im Körper und in der Psyche oft deutlicher, wo Ungleichgewichte bestehen. Entzündungen, innere Unruhe, Erschöpfung, Wechseljahresbeschwerden und anderes – der Körper spricht.
Mit Akupunktur und Naturheilkunde kann ich dich in solchen Prozessen unterstützen: Das Feuer regulieren, die mentale Gesundheit stärken, wieder in Ausgeglichenheit kommen.
Melde dich gerne, wenn du mehr erfahren willst, Fragen hast oder einen Termin buchen möchtest.

2 Antworten auf „2026 Feuerpferd in der TCM“
Hallo Dor, vielen Dank für die Erklärung zum Feuer-Pferd Jahr! MIr hat gefallen, wie du die unterschiedlichen Qualitäten von Feuers beschrieben hast. Wie du es so gut beschrieben hast, Pferde sind auch nicht ständig im Gallop. In sich die unterschiedlichen Qualitäten von Feuer zu entdecken, ist sicher eine lohnende Aufgabe!
Hallo Frank
Herzlichen Dank für deinen feinen Kommentar. Ja, wären die Pferde ständig im Galopp oder etwas mehr vom Nervensystem her formuliert: in aktiviertem Zustand und würden sie nicht so ausgiebig in Ruhe verdauen, hätten sie wahrscheinlich noch häufiger Koliken. Da sind wir Menschen und die Pferde gar nicht so unterschiedlich. Wir alle brauchen entspanntes Sein.
Liebe Grüsse nach Österreich. Dor